Ein Beitrag von Beate Pracht.

Vielleicht geht es Ihnen ja auch so: Viele Menschen wünschen sich in ihrem Leben vor allem Gesundheit, Glück und Erfolg. Doch es steht Ihnen etwas Entscheidendes im Weg: Stress! Wer erfolgreich werden will, nimmt dafür meist sehr viel in Kauf und geht sehr häufig über seine Grenzen: Burnout, Schlafmangel und eine endlose Liste an Terminen gehören quasi schon zum guten Ton.

„Das bisschen Stress ist doch kein Problem“, meinen Sie? Doch weit gefehlt! Die Star-Bloggerin Arianna Huffington (65) bringt unangenehme Tatsachen auf den Tisch. In ihrem neuen Buch „The Sleep Revolution“ beschreibt sie die Ursachen und Auswirkungen von Schlafmangel mit seinen gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen. Ein denkwürdiger Ansatz, den ich gerne noch um das Problem erweitern würde, dass auch die vielen kleinen Kurzpausen über den Tag verteilt, immer seltener werden. Ihre Lösung: mehr schlafen. Sie sagt von sich, dass Sie zu 95% acht Stunden Schlaf bekommt. Doch können Sie das? Und wie gut können Sie in diesen acht Stunden dann schlafen?

 

Von Hundert auf Null – Wie lange brauchen Sie dazu?

Wie schnell können Sie von Anspannung auf Entspannung umschalten? Oder anders ausgedrückt: Wenn Sie sich zurücklehnen, Pause machen, frei haben: Wie entspannt sind Sie dann wirklich? Wie ich in meinem Buch „Das Herz, unser Glückmuskel“ beschrieben habe, ist auch die Qualität der Erholungsphasen relevant. Da wir ständig unter Strom stehen, immer erreichbar sind und laufend Neuigkeiten z.B. über unser Smartphone erhalten, können viele Menschen in der Freizeit gar nicht mehr richtig zur Ruhe kommen. Auch hier lauert der Kick und wir sind laufend auf Abruf bereit.

Das stecken Sie doch mit links weg? Zwanzig Jahre Forschung sagen etwas anderes: Würde man Sie an ein Herzbiofeedbacksystem anschließen, sieht man sofort den Unterschied. Das Institute of HeartMath, USA, hat ein spezielles Computerprogramm entwickelt. Über den Puls kann man damit die Herzratenvariabilität (HRV) messen und auswerten lassen – in Echtzeit. Gleich auf den ersten Blick wird sichtbar, wie gestresst jemand wirklich ist. Das sieht dann, salopp ausgedrückt, so aus: Je chaotischer und gezackter die HRV-Kurve ist, umso höher ist sein Stresslevel. Das zu sehen hat alleine schon vielen Menschen die Augen geöffnet.

 

Aber hier geht es nicht um ein Gerät. Es geht um Sie.

Die Messung brauchen Sie nicht unbedingt. Was ich Ihnen damit verdeutlichen will ist, Stress, vor allem Dauerstress, nicht auf die leichte Schulter zu nehmen oder zu ignorieren. Tun Sie etwas dagegen! Entspannen Sie sich häufiger. Wenn Sie das gar nicht mehr richtig können, dann habe ich hier einen wirksamen Tipp für Sie. Denn ich arbeite seit vielen Jahren als Coach und Trainerin für Stressreduktion und Resilienz, auch wenn ich mehr als Herz-Heilerin bekannt bin. Aber Resilienz und Herzheilung gehören eng zusammen. Vor einigen Jahren schon habe ich mehrere Ausbildungen beim Institute of HeartMath gemacht und bin ein der wenigen HeartMath®-Coaches und HeartMath®–Trainern in Deutschland. HeartMath® ist auch bekannt unter dem deutschen Begriff „Herzintelligenz®“.

Resilienz © Beate Pracht

Was man tun kann

Eine meiner Lieblingsübungen ist die Herzatmung. Einfach, weil sie leicht zu lernen, einfach durchzuführen und gleichzeitig sehr effektiv ist. Mit etwas Übung können Sie sie beinahe immer und überall machen. Ohne, dass es auffällt. Sie geht so:

 

Resilienz-Übung „Herzatmung“

1.) Für den Anfang empfehle ich Ihnen, sich für ein paar Minuten einen ruhigen Ort zu suchen, sich bequem hinzusetzen und vielleicht auch die Augen zu schließen.
2.) Der erste Übungsschritt besteht dann darin, seine ganze Aufmerksamkeit auf das eigene Herz zu richten und in es hinein zu spüren. Gerne können Sie als Unterstützung Ihre Hand auf Ihr Herz, also etwa auf die Mitte Ihrer Brust, legen.
3.) Im zweiten Schritt geht es um Ihre Atmung, während Sie mit Ihrer Aufmerksamkeit in Ihrem Herzen bleiben. Atmen Sie ein, zwei Atemzügen tief durch und danach dann wieder normal weiter. Stellen Sie sich dann vor, als würden Sie durch Ihr Herz atmen. Bleiben Sie für ein paar Minuten bei dieser Herzatmung.
4.) Um die Übung zu beenden ,tut es Ihnen vielleicht gut, nicht zu abrupt aufzuhören, sondern sich langsam wieder der Umgebung bewusst zu werden, Arme und Beine zu strecken, nochmals tief durchzuatmen. Und dann sind Sie sind wieder wach und konzentriert da.

Diese Resilienz-Übung besteht im Kern aus zwei Schritten: Herzfokus und Herzatmung. Dadurch wird nicht nur Stress abgebaut, sondern mit jedem Mal mehr die eigene Fähigkeit zur Resilienz aufgebaut. Die Herzatmung ist gerade auch für Menschen leicht umsetzbar, die ihren hohen Stresslevel gar nicht mehr spüren oder so unter Strom stehen, dass sie Schwierigkeiten haben, sich überhaupt zu entspannen. Übrigens ist die Herzatmung auch bei (Ein-)Schlafproblemen oftmals sehr hilfreich. Eine ausführliche Fassung der Übung „Herzatmung“ finden Sie auf meiner Internetseite.

 

Erweiterung der Übung

Man kann die Resilienz-Wirkung der Übung noch intensivieren und dabei noch ganz gezielt an bestimmten Themen wie Erfolg, Resilienz, emotionaler Selbststeuerung u.v.m. arbeiten, indem man bestimmte Variationen ergänzt. Wie das genau geht und welche wissenschaftlichen Zusammenhänge es gibt, habe ich in meinem Buch „Das Herz, unser Glücksmuskel“ unterhaltsam und leicht verständlich beschrieben. In dem Buch halte ich mich nicht lange mit den Problemen auf, sondern biete Lösungen, Erklärungen und Praxisbeispiele, die zur Umsetzung der Übungen anregen. Dabei habe ich es unterhaltsam und humorvoll gehalten. Eine Leseprobe finden Sie u.a. auf Amazon und Pranahaus.

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Was bewirkt die Übung Herzatmung und die Herzintelligenz-Methode genau?

Das Nervensystem reagiert auf Stress bzw. im positiven Sinn auf die Herzatmung. Kopf, Herz, Körper – alles hängt zusammenhängt. Mit der Herzatmung kommen Sie in Kohärenz, einem Zustand innerer Balance. Herz und Kopf kommen in Einklang, ebenso Ihr Nervensystem. Über die Herzkohärenz werden harmonisierende Impulse vom Herzen ausgehend an den ganzen Körper geschickt. Wie genau, erfahren Sie in meinem Buch und Seminaren.

Wie sich das im beruflichen und privaten Leben positiv auswirken kann, sehen Sie in einem Video der niederländischen Polizei. Dort arbeiten Sie, wie ich, seit mehreren Jahren erfolgreich mit der Herzintelligenz®-Methode. Dort, in unserem Nachbarland, werden alle Polizistinnen und Polizisten in dieser Resilienz-Methode geschult. Wie das ankommt und sich auswirkt, sehen Sie in diesem Video:

 

 

Resilienz ist lernbar

Ich hoffe, ich habe Sie für das Thema Stressreduktion und Resilienz sensibilisieren können. Machen Sie die „Herzatmung“! Probieren Sie sie wenigstens zwei, dreimal aus. Viele Menschen spüren sehr schnell einen Unterschied. Denn mit dieser ersten Übung aus meinem „Vorsprung durch Resilienz“-Training auf Basis der Herzintelligenz®-Methode werden Sie nicht nur besser entspannen können, sondern auch Herz und Gehirn wieder in eine innere Balance bringen. Damit können Sie emotionale Krisen besser meistern und auch bei Termin- und Leistungsdruck noch klar denken, Ideen entwickeln und unterscheiden, was wirklich wichtig ist. Aber das ist schon wie die „Königsklasse“.

Wenn Sie die Methode lernen möchten, begrüße ich Sie herzlich in einem meiner Seminare, zum Beispiel an einem Wochenende zum Thema „Vorsprung durch Resilienz“ in Gelsenkirchen.

 

Termine 2016:

Samstag + Sonntag, 25 + 26. Juni 2016
Samstag + Sonntag, 01. + 02. Oktober 2016

Teilnahmegebühr: 340,- Euro
Frühbucherpreis (bis 15.05.2016): 295,- Euro

Für Therapeuten/innen interessant: Sie erhalten ein Zertifikat. Und, wenn Sie danach selbst eine der HeartMath®-Ausbildungen machen möchten, werden Ihnen 150 Euro vom Seminarpreis angerechnet. (Genauere Infos bitte anfordern).

Nun wünsche ich Ihnen viel Freude mit der „Herzatmung“ und viel Gesundheit, Glück und Erfolg in Ihrem Leben! Vielleicht lernen wir uns ja eines Tages einmal persönlich kennen. Bis dahin hoffe ich, Ihnen mit meinen Blogbeitrag ein paar hilfreiche Impulse gegeben zu haben.

Herzlichst Ihre

Beate Pracht

 

Bildquelle Titelbild: © Unsplash.de/ Christopher Campbell