Ein Beitrag von Monica Deters.

Alle dürfen Schulungen machen nur du nicht? Ihr habt Ziele für dich entwickelt, die du erfüllen willst oder musst, nur wie? Wäre es nicht schön, wenn du etwas mehr Unterstützung von deinem Chef in Form von Förderung bekämst? Entweder durch ein stärkendes Seminar oder andere hilfreiche Weiterbildung? In diesem Blogbeitrag erfährst du, wie du dir die Unterstützung höflich aber bestimmt einforderst. Taktvoll eben! Hauptsache du bekommst die Unterstützung, die du verdienst.

 

Was mache ich, wenn mein Boss mich nicht fördert?

Wenn dein Boss dich nicht fördert, dann tust du es selbst! Suche dir Angebote aus, die dich, deine Abteilung, dein Wirken und deinen Chef wirklich voranbringen und gute Vorteile bringen. Und dann bereitest du dich vor, diese Weiterbildung auch zu bekommen. Und das kannst du ganz konkret tun, indem du Argumente sammelst. ZDF – (Zahlen, Daten, Fakten) ist hier das Zauberwort, denn bevor du um Förderung bettelst, oder auffällig unauffällig plötzlich überall entsprechende Prospekte herumliegen lässt (dieses winken mit dem Zaunpfahl klappt schon nicht beim Lebenspartner), oder über den Betriebsrat scharfe Geschütze auffährst, solltest du es auf die überzeugende Art und Weise versuchen, indem du die Vorteile hervorhebst. Fordere aktiv eine Weiterbildung ein, wie du es aus Kapitel 2 kennst. Hier sind beispielhafte Argumente, wie du deine Führungskraft davon überzeugst, dass eine Weiterbildung für dich eine tolle Idee ist:

 

Mit der ausgesuchten Weiterbildung …

  • setzt du die vereinbarten Ziele aus deinem letzten Zielvereinbarungsgespräch um,
  • bietest du einen echten Mehrwert für deinen Vorgesetzten,
  • wirst du deutlich resilienter (widerstandsfähiger) und belastbarer,
  • erzielst du bessere und schnellere Ergebnisse,
  • funktionieren die prozessorientierten Abläufe noch reibungsloser,
  • wird deine Hemmschwelle gegenüber Veränderungen gerade bei Umstrukturierungen geringer,
  • konzentrierst du dich noch mehr aufs Wesentliche,
  • behältst du dein Ziel klar im Fokus, beziehungsweise du definierst neue Ziele,
  • aktivierst du deine inneren Ressourcen und dein Potenzial,
  • verringert sich der Arbeitsdruck deutlich,
  • erreichst du eine höhere Qualifizierung,
  • wird der erhöhte Arbeitsaufwand in effizientere Bahnen geleitet.
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Wenn deine Führungskraft ablehnt, frage nach den Gründen. Meistens liegt es am fehlenden Budget („gutes“ Killerargument) und nicht an deiner mangelnden Leistung. Aber das sollte und darf kein Argument sein für einen guten Arbeitgeber. Dann solltest du dies im nächsten Mitarbeitergespräch gleich von vornherein mit einkalkulieren. Signalisiere dies deiner Führungskraft deutlich, damit auch sie besser planen kann, denn du als motivierter Mitarbeiter solltest auch weiterhin gefördert werden. Ein Job, in dem du dein Potenzial weiter für deinen Arbeitgeber ausbaust und mit einbringst, sollte entsprechende Wertschätzung erfahren. Jedem wirklich guten Arbeitgeber ist es wichtig, dass du dich weiterbildest. Ganz wichtig: Lass nicht gleich nach dem ersten Versuch locker. Bleibe am Ball, betone bei passender Gelegenheit immer mal wieder dezent die Vorzüge dieser oder jener Weiterbildung. Überzeugung funktioniert immer über Vertrauen. Und Vertrauen heißt immer viel Information. Das ist dein Part! Bereite also alle relevanten Informationen sorgfältig vor und kommunizieren diese zu einem günstigen Zeitpunkt: Lass es geschickt einfließen, wenn gerade ein fachliches Problem hochkocht oder spreche die Sache noch einmal ganz gezielt an. Viel Erfolg!

 

Bildquelle Titelbild: © Unsplash.de/ Roman Mager