Ein Beitrag von Christina Kock

Wer beruflich weiterkommen will, findet im Selbstmarketing ein wirksames Werkzeug für die eigene Karriere. Denn Leistung bringen allein genügt nicht. Nur wer seine eigenen Stärken und Kernkompetenzen nach Außen kommuniziert, wird entsprechend wahrgenommen und hat Erfolg. Doch das fällt vielen Menschen schwer.

Wie kommuniziere ich meine Kernkompetenzen und vor allem meinen Nutzen konkret und vor allem überzeugend nach Außen – dem potentiellen nächsten Arbeitgeber oder auch nur dem nächsten Gesprächspartner, den ich auf einem Businessevent am Bistrotisch kennenlerne? Denn wer weiß, vielleicht steht mein nächster Chef vor mir.

Welche Kompetenzen sind Bestandteile der „Ich-Marke“?

In meinen Vorträgen zum Thema „Selbst-MARKE-ting und Netzwerken“ habe ich dazu eine Übung, mit der ich das meist weibliche Publikum anrege, sich Gedanken über ihre Kernkompetenzen zu machen. Es geht um die Attribute, von denen jede möchte, dass sie vom Gegenüber wahrgenommen werden und die dieser auch später noch mit ihr in Verbindung bringt. Anders ausgedrückt: Es geht darum, welche Kernkompetenzen Bestandteile meiner „Ich-Marke“ sind. Denn sowohl in meinen Netzwerkgesprächen als auch in den Beratungen mit meinen Klientinnen ist deutlich zu spüren, wie schwer es fällt, diese Kompetenzen zu formulieren und anschließend klar zu kommunizieren.

Kommunizieren Sie Ihren Personal Brand!

Aus der Markenwelt gibt es den Begriff Markenkern. Dieser umschreibt, mit welchen Attributen eine Marke aufgeladen ist und von jedem wahrgenommen werden soll! Das gilt auch für das Personal Branding. Deshalb empfehle ich jeder Frau, für sich selbst ihre zwei bis drei Kompetenzen zu definieren und sich in der Einleitung eines Satzes „Ich bin Expertin für …“ zu üben. Hilfreich bei diesem Prozess kann eine berufliche Sparringspartner sein (männlich/weiblich, die Sie um ein Feedback bitten können, mit welchen Kompetenzen sie bisher wahrgenommen werden.

Achtung: Vermeiden Sie unbedingt typische Soft Skills wie „… ich bin kommunikativ, teamorientiert und belastbar“ – denn es geht hier um die harten Business Skills: Die fachlichen Qualitäten, die Sie auszeichnen.

Meine Erfahrung mit meinen Klientinnen ist:  Die bisher eher marginale Wahrnehmung von kompetenten Frauen liegt unter anderem auch daran, dass das Wissen, die Kompetenzen und Erfolge der Frauen zu wenig bekannt sind. Frau hat es jedoch mit einer klaren verbalen Positionierung im Wesentlichen selbst in der Hand, konzentrierter mit ihren Qualifikationen wahrgenommen zu werden. Klappern gehört eben auch zum Handwerk.

Meine Empfehlung: Nutzen Sie die nächsten Gelegenheiten, wenn Sie Visitenkarten austauschen, um neben Ihrem Namen und Ihrem Unternehmen auch die ein, zwei oder drei Kompetenzen mit dem Überreichen der Karte zu verbinde. Üben Sie sich im Aussprechen von wahrscheinlich etwas vollkommen Neuem. Nutzen Sie jede Gelegenheit, bis diese Eigenwerbung Ihnen ganz selbstverständlich von den Lippen kommt. Dann wirkt Sie authentisch und Sie überzeugen ihr Gegenüber von Ihren Kompetenzen.

© Christina Kock, DOM CONSULTING®

Selbstmarketing – so können Sie Ihre Kernkompetenzen besser kommunizieren und beruflich erfolgreicher werden
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Selbstmarketing: Sich selbst als Marke begreifen und „bewerben“ bringt beruflichen Erfolg