Ein Beitrag von Beate Pracht.

Um Großes zu schaffen, …

„Korallenriffe,“ wenn ich dieses Wort höre, denke ich an wunderschöne Meereslandschaften mit bunten, exotischen Fischen und faszinierenden Unterwasserwelten. Hier kann man im wahrsten Wortsinn in eine fremde Welt eintauchen und außergewöhnliche Tierarten entdecken. Doch die Idylle trügt, denn diese schillernde Welt birgt für Ihre Bewohner und auch für menschliche Besucher ein Schmelztiegel an Gefahren, so dass viele Tierarten faszinierende Lebensstrategien entwickelt haben.

Warum entführe ich Sie in diese schillernde Unterwasserwelt? Was haben Korallenriffe mit beruflichem Erfolg oder unserem Leben zu tun?

Von einem inneren Bild tragen lassen

Wir können von der Natur, von Tieren und Pflanzen eine Menge lernen. Sie haben verinnerlicht, was wir oft vergessen: Die Erfahrung von Millionen von Jahren Evolution. Doch dabei interessiert mich hier nicht die Theorie vom Fressen und Gefressen werden oder vom Überleben des Stärkeren. Zu oft hat sich gezeigt, dass nicht unbedingt der Stärkere gewinnt. Es geht eher um Veränderungskompetenzen, um Lernfähigkeit, Flexibilität, Voraussicht und intelligente Zusammenarbeit.

Vorbilder, auch der Tierwelt, können wie Leuchtturm sein: Eine starke, visuelle Vorstellung hilft uns über Hindernisse hinweg und zeigt uns den Weg. So kommen wir am Ende da an, wo wir auch hin wollten.

Gehen Sie mit mir auf Tauchstation

Greifen Sie mit mir heute nicht nach den Sternen, sondern nach einer Taucherbrille und kommen Sie gedanklich mit auf einen Tauchgang in die bunte Welt der Fische, Korallen und exotischer Vielfalt.

Faszination 1: Diversität im Haifischbecken

Ist Ihre Branche auch ein Haifischbecken? Haben Sie diese Metapher über Ihr Berufsfeld schon einmal gehört? Ich stolpere immer wieder darüber und dabei ist es egal, um welche Branche es geht. Ich muss dann oft an ein Foto denken, dass ich im Internet gefunden habe: Darauf ist ein Hai zu sehen und ein dazu passender Spruch, bei dem es um die Gefährlichkeit von Menschen bzw. von Haifischen ging. Er macht klar, dass mehr Haie durch Menschen getötet werden als umgekehrt. Man erkennt daraus, dass Haie im Vergleich zu uns Zweibeinern in etwa so gefährlich sind wie ein Wollknäuel.

Warum also nicht einmal den Spieß umdrehen und sich den Lebensraum eines Haifischs einmal näher betrachten: das Meer. Dabei bin ich über Korallenriffe „gestolpert“. Von je her haben mich Fotos und Bilder dieser kleinen Unterwasseruniversen fasziniert. Ich konnte dabei interessante Parallelen zu modernen Erfolgsstrategien im beruflichen wie privaten Leben finden. Vielleicht hilft Ihnen unser gemeinsamer Tauchgang heute ja, eigene Probleme einmal aus einer ganz anderen Perspektive zu betrachten.

Faszination 2: Kleine erschaffen Großes

Betrachten wir das hervorstechendste eines Korallenriffs, die Korallen, einmal genauer: Korallen hat man früher für Pflanzen gehalten, da sie ortsgebunden sind. Und doch sind es Tiere. Denn Korallen, auch Korallenpolypen genannt, gehören zu den Nesseltieren. Was man von Ihnen in einem Riff sieht, ist im Grunde nur eine Kalkstruktur. Ein Kalkgebilde, erbaut von ein paar Einzellern, den Korallenpolypen, die nur nachts ihre Tentakel ins Meerwasser hinausstrecken und sich tagsüber in ihren Bauten verkriechen.

Faszination 3: Was langsam währt…

Tag für Tag lagern die Korallen, also die Einzeller, immer nur ein wenig Kalk ab. So wächst die Struktur nur langsam und unmerklich. Die Veränderung ist für uns kaum sichtbar. Erst nach Wochen, Monaten, Jahren zeigt sich, was hier geschaffen wurde: ein komplexes, wunderschönes Korallenriff, in dem Fische und andere Tierarten ein Zuhause gefunden haben und, das Taucher aus aller Welt wie magisch anzieht.

Für mich ist ein solches komplexes, buntes Riff wie ein Weltwunder. Eine eigene Welt, geschaffen von ein paar Einzellern. Das ist etwas so Einzigartiges, das wir Mehrzeller auf zwei Beinen mit Gehirn und Verstand kaum in der Lage sind zu kopieren. Geschweige denn zu schützen. Das zeigt mir, dass man nicht groß sein muss, um Großes zu erschaffen und, dass Rom und auch das Great Barrier Reef nicht an einem Tag erbaut wurden. Welcher berühmte Künstler sagte einmal: „Ich brauchte zwanzig Jahre, um über Nacht berühmt zu werden“…?

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Faszination 4: Zusammenarbeit und Teamwork

„Gemeinsam sind wir stark“ Das könnte ein zweites Motto in einem Korallenriff sein. Angefangen damit, dass die Korallen-Einzeller zusammen arbeiten mussten, um etwas so Großes wie das Great Barrier Reef zu erschaffen. Auch findet man hier viele Beispiele für Symbiosen, also Zusammenarbeit auf Win-Win-Basis.

Putzerfische zum Beispiel. Gilt in diesem Haifischbecken doch allgemein das Motto: „Fressen und gefressen werden,“ so finden sich hier erstaunlich viele symbiotische Verhaltensweisen, wie diese: Sperrt ein Räuber wie beispielsweise ein Hai sein Maul lang genug auf, kommen die kleinen sogenannten Putzerfische aus ihren Verstecken hervor und reinigen ihm das Gebiss. Dabei schwimmen sie dem gefürchteten Jäger der Meere zwischen den scharfen Zähnen herum und machen sauber – und werden selber dabei satt.

Faszination 5: Mut und klare Absprachen.

Die Putzerfisch-Geschichte ist auch ein gutes Beispiel dafür, dass manch ein Business auf großem Mut beruht und klare Absprachen ein wesentlicher Bestandteil von guten Zusammenarbeit sind. Auch wenn die kleinen Putzerfische einem Hai direkt ins Maul schwimmen, wie einst die Weintrauben einem Menschen im Schlaraffenland, so landen sie doch nicht in seinem Magen. Der Hai braucht den Putzerfisch – und umgekehrt. Es ist eine Symbiose, die auf klaren Absprachen beruht. Wir Menschen müssen es besprechen oder aufschreiben, die Fische regeln es via Körpersprache. Hält der Hai sein Maul lange genug offen, bedeutet es: Zahnpflege ist angesagt.

innere Bilder © Beate Pracht

Win-Win-Situationen schaffen – mit klaren Absprachen und Selbstbewusstsein

Wenn Sie in Ihrem Beruf oder Business eines Tages die Gelegenheit haben, mit einem der „großen“ Player Ihres eigenen Haifischbeckens zusammenzuarbeiten, sollten Sie sich an das Riff und die Putzerfische erinnern. Nehmen Sie Ihren Mut zusammen und ergreifen Sie die Chancen, die sich dadurch bieten. Nehmen Sie die Herausforderung ruhig an – aber erinnern Sie sich auch daran, vorher klare Absprachen zu treffen. Dazu gehören auch Verträge und schriftliche Vereinbarungen.

Wenn Sie mit einer Klausel nicht einverstanden sind, sollten Sie es mit Ihrem Partner offen verhandeln. Seien Sie selbstbewusst, denn jede Symbiose funktioniert nur auf Basis einer Win-Win-Situation. Beide Seiten müssen Vorteile davon haben, sonst macht eine Zusammenarbeit keinen Sinn. Der Putzerfisch ist klein, aber er macht sich nicht klein! Und ein Hai kann sich die Zähne eben nicht selber putzen.

Von Tieren lernen und die Kraft starker, innerer Bilder

In meinen Coachings greife ich gerne auf das eine oder andere Bild aus der Natur zurück. Tiere und Pflanzen sind einflussreiche Vorbilder und machen oft sehr bildhaft deutlich, was uns Menschen bewegt. Starke innere Bilder können uns durch tosende Stürme bis ans sichere Ziel leiten, ähnlich wie das Licht eines Leuchtturms.

Wenn beispielsweise jemand denkt, er oder sie habe eine kaum lösbare Mammut-Aufgabe vor sich, dann kann das Bild der kleinen Korallen-Einzeller in einem pulsierenden Riff zeigen: Es geht. Es ist machbar. Man braucht nur jeden Tag einen Schritt zu tun, um am Ende eine komplexe, schillernde Welt entstehen zu lassen. Und denken Sie daran:

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte…

Das war mein Impuls für Sie für heute. Nun sind wir wieder zurück auf dem trockenen Boden Ihres Büros oder Wohnzimmers und Sie können Ihren imaginären Taucheranzug wieder ausziehen. Vielleicht mögen Sie sich in der kommenden Zeit immer wieder einmal an die aufgezeigten Unterwasserbilder und die Parallelen zu unserer Menschenwelt erinnern.

Ich hoffe, diese Vorstellung stärkt Ihnen den Rücken und Sie können in entscheidenden Momenten Kraft für sich daraus schöpfen. Schreiben Sie mir doch einmal kurz persönlich oder hier in der Kommentarzeile, wie Ihnen mein Beitrag gefallen oder geholfen hat. Ich würde mich sehr darüber freuen, vielen Dank.

Wenn Sie mehr über mich und meine Coachings erfahren möchten, dann surfen Sie doch einfach zu meiner Internetseite und schauen sich dort um.

Mit herzlichen Grüßen und den beste Wünschen

Ihre Beate Pracht

PS: Wie ich mit den sanften Landtieren „Lamas“ und mit der Herzintelligenz®-Methode arbeite, erfahren Sie auch in meinem Buch „Das Herz, unser Glückmuskel“ (Erschienen bei Randomhouse, Integral Verlag). Eine Leseprobe daraus finden Sie z.B. auf Amazon.

 

Bildquelle Titelbild: © Unsplash.com/ John Konrad