Warum eigentlich spüren wir mehr und erleben jede Berührung wesentlich intensiver nach Intimfitness IMbuildig? Warum bewegen sich plötzlich die Körperteile, von deren Fähigkeiten wir vorher nix gewusst haben? Wie wirkt es auf unsere Problemlösungfähigkeiten, allgemeine Gehirnfitness in jedem Alter und auf die Persönlichkeit?

 

  1. Systeme im Körper bestehen aus den Zellen, und die Nervenzellen haben viele Gemeinsamkeiten mit allen anderen Zelltypen: Sie brauchen ein reines Milieu, in dem Sie agieren, Nahrung und Beanspruchung. Dank der Bewegung kann der Lymphfluss zusammen mit dem Blutfluss Sauberkeit und Versorgung mit Sauerstoff, Botenstoffen, Energie und Baumaterial deutlich verbessern. Die meisten von uns verbringen den größten Teil des Tages im Sitzen, und es ist unglaublich wichtig, auf die Steigerung der Durchblutung im Becken zu achten. Gesunde Zellen lesen DNS besser ab, produzieren genug Energie in den Mitochondrien, haben ausreichend Neurotransmitter, elastische durchlässige Zellmembrane und genug Myelin, um das Signal zu beschleunigen. Daher ist die Kombination aus gesunder Ernährung und Bewegung unglaublich wichtig für das Nervensystem auf der Zellenebene.
  2. Neuronale Netze sind eine größere Einheit. Es handelt sich um Gruppen der Neuronen, die als Teil eines Nervensystems einen Zusammenhang bilden, der einer bestimmten Funktion dienen soll. Allein betrachtet funktioniert die Nervenzelle ganz einfach: Aufgrund der vorhandenen Impulse feuert sie entweder oder nicht. Das Signal wird besser weitergeleitet, wenn die Zelle schon geschult ist, dass das Ergebnis des Signals erwünscht wird und eine positive Wirkung auf das Überleben oder die Lebensqualität hat. Schlüsselwort: „geschult“. Je mehr effiziente Signale über die Synapse gehen, desto leichter wird die Kommunikation. Für komplizierte Prozesse wie die Steuerung der Intimmuskulatur (Beckenboden und eventuell Vagina) brauchen wir bestimmte Netze, für die Wahrnehmung der Berührung sowie Orgasmen wiederum andere. Unser Körper ist sehr intelligent und spart Kraft an den Regionen, die nicht benutzt werden. Das Prinzip „use it or lose it“ bedeutet, dass die Auswirkungen der Vernachlässigung mit der Zeit sehr spürbar werden können – sowohl körperlich als auch geistig. Nichtsdestotrotz ist das Training auch im höheren Alter möglich, obwohl die Prozesse langsamer laufen als mit 17.
  3. Zentrales Nervensystem: Rückenmark. Die IMbuilding-Methode integriert zahlreiche Übungen, die als Vorwärmung, aber auch in Kombination mit dem Gerät die Lendenwirbelsäule, Kreuzbein und sogar Steißbein beweglicher machen. Darüber hinaus stützt der Beckenboden den Rücken und ist dabei genauso wichtig wie die Bauchmuskulatur und die Rückenmuskulatur. Das Spinalhirn erlebt dank dem Training eine Lebensqualitätssteigerung, da Zellen besser versorgt und eventuelle Blockaden aufgelöst werden 😉
  4. Zentrales Nervensystem: motorischer Cortex. Im Gehirn gibt es für das Thema Intimfitness zwei besonders wichtige Regionen: motorischer Cortex und sensorischer Cortex. Der motorische Cortex ist dafür verantwortlich, die Bewegungen zu koordinieren. Die Körperteile werden in der „grauen Substanz“ somatotop repräsentiert: Je geschickter das Körperteil ist, desto größer und aktiver die entsprechende Stelle. Die meisten Menschen, insbesondere Frauen, haben offensichtlich eine sehr schwache (bzw. so gut wie keine) Zentrale zur Steuerung der Intimmuskulatur. Die vorhandenen Maßnahmen zur Vaginalstraffung, Inkontinenz, Impotenz oder Hämorrhoidenbeseitigung haben kaum Einfluss auf das Gehirn. Ein Training ist darum nachhaltiger als eine Operation.
  5. Zentrales Nervensystem: sensorischer Cortex. Gleichzeitig gibt es eine besondere Gehirnregion, die für taktile Wahrnehmung verantwortlich ist. Nach dem gleichen Prinzip steigert sich durch mehr Berührung und Achtsamkeit auch die Sinnlichkeit sowohl bei den Damen als auch bei den Herren.
  6. Zentrales Nervensystem: präfrontaler Cortex. Es geht unter Anderem um neues theoretisches Wissen, die Kursteilnehmer(innen) auch erwerben. Intimfitness hilft sich selbst und die Welt ein bisschen anders zu sehen. Man lernt mehr Initiative, freie und offene Kommunikation, Respekt zum eigenen Körper und zum Körper des Partners, eigene Anatomie und die Zusammenhänge im Körper. Auch diese Erkenntnisse fördern die mentale Fitness!

 

Ich wünsche euch viel Spaß und Erfolg im Training und in der Anwendung,

Anastasia

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